Häufige Fragen
Kurze, klare Antworten auf das, was am häufigsten gefragt wird.
Über das Projekt
Was kostet die Hilfe?
Unsere Beratung und die Materialien sind kostenlos. Das Projekt ist gemeinnützig — es geht um Unabhängigkeit, nicht um Verkauf.
Seid ihr gegen Technik?
Nein. Wir sind nicht gegen Technik, sondern gegen digitale Abhängigkeit. Technik soll dir dienen — du sollst sie verstehen und kontrollieren.
Mehr dazu:Was ist digitale Selbstbestimmung?
Was passiert mit meinen Daten, wenn ich Hilfe anfrage?
Wir speichern nur das Nötigste, Kontaktdaten nur mit deiner Zustimmung. Du kannst deine Daten jederzeit löschen lassen. Kontaktdaten werden verschlüsselt gespeichert.
Mehr dazu:DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung)
Muss ich mich anmelden, um den Selbst-Check zu machen?
Nein. Der Selbst-Check läuft anonym in deinem Browser, ganz ohne Konto. Am Ende bekommst du eine fertige Anleitung zum Selbermachen.
Sicherheit & Konten
Ich kann mir keine Passwörter merken — was tun?
Genau dafür gibt es einen Passwortmanager: Du merkst dir nur ein starkes Master-Passwort, den Rest übernimmt das Programm. Empfehlenswert und kostenlos sind Bitwarden oder KeePassXC.
Mehr dazu:PasswortmanagerSichere Passwörter — einfach gemacht
Brauche ich wirklich Zwei-Faktor (2FA)?
Ja, besonders für dein Haupt-E-Mail-Konto. Ohne 2FA reicht ein gestohlenes Passwort, um dein wichtigstes Konto zu übernehmen — und damit fast alles andere.
Mehr dazu:Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)Authenticator-App
Woran erkenne ich Betrug (Phishing)?
Seriöse Stellen fragen nie per Link nach Passwörtern oder Codes. Bei unerwarteten E-Mails oder SMS: nicht klicken, Absender prüfen, im Zweifel die offizielle App oder Seite direkt öffnen.
Mehr dazu:Phishing (und Fake-SMS)Stimmklonen (Voice Cloning)Phishing erkennen — mit BeispielenKI-Stimmen und Betrugsanrufe (Enkeltrick 2.0)
Mein Konto wurde gehackt — was jetzt?
Ruhig bleiben und der Reihe nach: zuerst das E-Mail-Konto sichern, Passwort ändern, 2FA aktivieren, überall abmelden. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung haben wir im Ratgeber.
Mehr dazu:Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)PasswortmanagerWas tun, wenn ein Konto gehackt wurde?
Wie sichere ich mein Smartphone ab?
Bildschirmsperre mit Code oder Fingerabdruck, automatische Updates an, App-Berechtigungen sparsam vergeben und die 'Mein Gerät finden'-Funktion aktivieren — damit du es bei Verlust orten oder löschen kannst.
Mehr dazu:Sicherheitsupdate & End-of-LifeDu fühlst dich unsicher? So fängst du an
Sind Updates wirklich so wichtig?
Ja. Updates schließen Sicherheitslücken, über die Angreifer sonst eindringen. Stell automatische Updates ein — dann passiert das von selbst, ohne dass du daran denken musst.
Mehr dazu:Sicherheitsupdate & End-of-LifeFirmware
Bei einem Datenleck — was tun?
Bei großen Lecks werden oft E-Mail-Adressen und Passwörter gestohlen. Ändere betroffene Passwörter, nutze für jeden Dienst ein eigenes und aktiviere Zwei-Faktor. Ein Passwortmanager macht das einfach.
Mehr dazu:PasswortmanagerZwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)Was tun, wenn ein Konto gehackt wurde?
Brauche ich ein extra Antivirus-Programm?
Für die meisten reicht der eingebaute Schutz (bei Windows der Defender). Wichtiger als ein Zusatzprogramm sind regelmäßige Updates, Vorsicht bei Links/Anhängen und starke Passwörter mit Zwei-Faktor.
Mehr dazu:Sicherheitsupdate & End-of-LifePhishing (und Fake-SMS)
Ich habe auf einen Phishing-Link geklickt — was tun?
Ruhig bleiben. Hast du Daten eingegeben, ändere sofort das betroffene Passwort und aktiviere Zwei-Faktor. Beobachte das Konto auf ungewöhnliche Aktivität. Allein das Öffnen einer Seite ist meist noch kein Schaden.
Mehr dazu:Phishing (und Fake-SMS)PasswortmanagerWas tun, wenn ein Konto gehackt wurde?
Was ist Ransomware und wie schütze ich mich?
Erpressungssoftware verschlüsselt deine eigenen Dateien und fordert Lösegeld. Zahlen hilft selten. Der beste Schutz ist ein aktuelles Backup, das vom Gerät getrennt aufbewahrt wird — dann spielst du die Daten einfach zurück. Dazu Updates einspielen und bei Anhängen/Links vorsichtig sein.
Mehr dazu:Erpressungssoftware (Ransomware)Backup3-2-1-Backup-RegelBackups, die wirklich retten
Daten & Privatsphäre
Wie hole ich meine Daten von einem Anbieter zurück?
Du hast ein Recht darauf: Mit einem kurzen Brief kannst du Auskunft verlangen oder deine Daten in einem üblichen Format anfordern. Fertige Musterbriefe gibt es bei uns im Material.
Mehr dazu:DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung)Cloud
Ist die Cloud unsicher?
Nicht grundsätzlich — aber wenn wichtige Daten NUR in der Cloud liegen, bist du vom Anbieter abhängig. Sichere Wichtiges zusätzlich lokal, dann bist du auf der sicheren Seite.
Was ist Tracking und wie verringere ich es?
Tracking ist das heimliche Mitverfolgen deines Verhaltens für Werbung. Verringern kannst du es mit sparsamen Apps, Tracking-Schutz im Browser, einem DNS-Filter und Widerspruch gegen Werbung.
Mehr dazu:Tracking / NachverfolgungDNS & DNS-FilterWarum offene Alternativen?
Wie löst unser Verein sich von WhatsApp & Co.?
Geht es ruhig an: Klärt, ob ihr nur einen Gruppenchat braucht oder auch Dateien und Termine. Für Chats eignen sich Signal (einfach) oder Matrix/Element (eigener Raum für größere Gruppen). Lasst beide Kanäle kurz parallel laufen und schreibt eine einfache Beitritts-Anleitung, damit niemand verloren geht.
Mehr dazu:Matrix & ElementEnde-zu-Ende-VerschlüsselungMetadatenVerein oder Gruppe unabhängig organisieren
Wie verwalten wir Vereinsdaten gemeinsam und sicher?
Eine offene Lösung wie Nextcloud bündelt Dateien, Kalender und Kontakte an einem Ort, den ihr selbst kontrolliert. Vergebt Zugänge persönlich, sichert die Daten regelmäßig (Backup) und geht sparsam mit Mitgliederdaten um (DSGVO).
Mehr dazu:NextcloudBackupDSGVO (Datenschutz-Grundverordnung)Gemeinsame Daten im Verein (Nextcloud & Co.)
Ist WhatsApp sicher?
Die Nachrichten selbst sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt — der Inhalt ist also geschützt. Der Dienst sammelt aber viele Metadaten (wer mit wem, wann). Wer das vermeiden will, nutzt einen datensparsamen Messenger wie Signal.
Mehr dazu:Ende-zu-Ende-VerschlüsselungMetadatenSichere Messenger — worauf es ankommt
Brauche ich ein VPN?
Ein VPN ist vor allem in fremden WLANs (Café, Hotel) nützlich und verbirgt deine IP-Adresse. Es ist aber kein Rundum-Schutz und ersetzt weder Updates noch starke Passwörter. Wichtig ist ein seriöser Anbieter.
Mehr dazu:VPNÖffentliches WLAN sicher nutzen
Wie erkenne ich einen Fake-Shop?
Misstrauisch machen: Vorkasse als einzige Zahlart, unrealistisch günstige Preise, fehlendes Impressum, eine ganz frische Internet-Adresse. Im Zweifel den Shop-Namen zusammen mit 'Betrug' suchen oder die Verbraucherzentrale fragen.
Mehr dazu:Phishing (und Fake-SMS)
Was bedeutet das Schloss-Symbol im Browser?
Es zeigt, dass die Verbindung verschlüsselt ist (https) — niemand dazwischen kann mitlesen. Achte besonders bei Login und Bezahlung darauf. Vorsicht: Das Schloss allein heißt nicht, dass die Seite seriös ist.
Mehr dazu:HTTPS & das Schloss-SymbolPhishing (und Fake-SMS)Browser sicher einstellen
Sollte ich Cookies ablehnen?
Notwendige Cookies (z. B. für Login oder Warenkorb) sind harmlos. Tracking-Cookies von Drittanbietern kannst du getrost ablehnen — beim Banner 'Nur notwendige' wählen und im Browser Drittanbieter-Cookies blockieren.
Mehr dazu:CookiesTracking / NachverfolgungBrowser sicher einstellen
Wie bekomme ich eine Kopie meiner Daten von einem Anbieter?
Du hast ein gesetzliches Recht darauf (DSGVO): Mit einer kurzen Anfrage kannst du Auskunft verlangen oder deine Daten in einem üblichen Format anfordern, um sie mitzunehmen. Fertige Musterbriefe gibt es bei uns im Material. Wichtig: Daten zuerst zurückholen, dann erst ein Konto löschen.
Mehr dazu:DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung)Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO)CloudDeine Daten zurückholen (DSGVO)
Wie sichere ich meine Daten richtig (Backup)?
Nach der einfachen 3-2-1-Regel: drei Kopien, auf zwei verschiedenen Speicher-Arten, davon eine außer Haus. Und das Wichtigste: einmal testen, ob sich die Sicherung wirklich zurückspielen lässt — ein ungetestetes Backup ist kein Backup.
Mehr dazu:Backup3-2-1-Backup-RegelBackups, die wirklich retten
Was passiert mit meinen Konten, wenn mir etwas zustößt?
Ohne Vorsorge stehen Angehörige vor verschlossenen Konten — und zahlen oft Abos weiter. Lege eine Notfallmappe mit den wichtigsten Zugängen an, benenne eine Vertrauensperson und setze eine Vollmacht auf, die ausdrücklich auch digitale Konten umfasst. Das ist Fürsorge, kein düsteres Thema.
Mehr dazu:Digitaler NachlassNotfallmappe (digital)Wiederherstellungscodes (Backup-Codes)Digitaler Nachlass — vorsorgen für den ErnstfallEine digitale Notfallmappe anlegen
Was gehört in eine digitale Notfallmappe?
Das Master-Passwort des Passwortmanagers, die Wiederherstellungscodes für Zwei-Faktor, die wichtigsten Konten (E-Mail, Bank, Behörden) und wo deine Backups liegen. Am besten auf Papier an einem sicheren Ort — nicht im selben E-Mail-Postfach — und einer Vertrauensperson bekannt.
Mehr dazu:Notfallmappe (digital)Wiederherstellungscodes (Backup-Codes)PasswortmanagerEine digitale Notfallmappe anlegen
Gibt es Videotreffen ohne großen Anbieter?
Ja. Offene Werkzeuge wie Jitsi Meet oder BigBlueButton laufen im Browser, oft ganz ohne Konto — du teilst einfach einen Link. Sie sind quelloffen und datensparsam und eignen sich gut für Vereinssitzungen, Gruppen und Familien.
Mehr dazu:Offene Videokonferenz (Jitsi, BigBlueButton)Open Source / Offene SoftwareVideotreffen ohne Zwang zum Konzern
Was ist das Fediverse / Mastodon?
Ein Verbund offener sozialer Netzwerke ohne zentralen Konzern — Mastodon ist die bekannteste Alternative zu Twitter/X. Es gibt keine Werbung und keinen fesselnden Algorithmus, und du kannst dein Konto samt Followern jederzeit auf einen anderen Server umziehen.
Mehr dazu:Fediverse / MastodonFöderationTracking / NachverfolgungFilterblase & EchokammerOffene soziale Netzwerke (Fediverse & Mastodon)
Lohnt sich eine eigene E-Mail-Adresse?
Dein Postfach ist der Generalschlüssel zu fast allen Konten — es sollte in guten Händen sein. Ein datensparsamer, werbefreier Anbieter (am besten mit Sitz in der EU) und Zwei-Faktor sind sinnvoll. Mit einer eigenen Domain bleibt deine Adresse sogar bei einem Anbieterwechsel gleich.
Dürfen wir im Verein einfach Fotos von Mitgliedern posten?
Nein — Fotos von Menschen brauchen in der Regel deren Einwilligung, besonders bei Kindern. Eine kurze schriftliche Zustimmung schafft Klarheit und kann jederzeit widerrufen werden. Allgemein gilt im Verein: datensparsam sein und respektvoll mit den Daten anderer umgehen (DSGVO).
Mehr dazu:Einwilligung (Datenschutz)DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung)Datenschutz in Verein und Gruppe
Was bedeutet Föderation bei Messengern und E-Mail?
Föderation heißt: viele unabhängige Server, die miteinander reden — wie bei E-Mail, wo jeder jedem schreiben kann, egal bei welchem Anbieter. Genauso funktionieren offene Netze wie Matrix (Chat) oder das Fediverse (soziale Medien). Vorteil: Du wählst deinen Anbieter frei und kannst wechseln, ohne deine Kontakte zu verlieren.
Mehr dazu:FöderationMatrix & ElementE-Mail unabhängig machenOffene soziale Netzwerke (Fediverse & Mastodon)
Familie & Kinder
Wie schütze ich mein Kind online — ohne es zu überwachen?
Schutz und Überwachung sind nicht dasselbe. Ein eigenes Kinder-WLAN/-Profil mit Zeitregeln, Kauf-Sperren im App-Store und offene Gespräche wirken besser als heimliche Kontrolle.
Mehr dazu:Gast-WLANKinder & Smartphone — Schutz ohne Überwachung
Wie verhindere ich versehentliche Käufe im App-Store?
Aktiviere Kauf- und Abo-Sperren: am iPhone über die Bildschirmzeit, bei Android über die Play-Store-Einstellungen. Dann wird jeder Kauf erst nach Bestätigung ausgeführt.
Mehr dazu:BildschirmzeitKinder & Smartphone — Schutz ohne Überwachung
Wie legen wir gute Bildschirmzeit-Regeln fest — ohne Streit?
Stellt die Regeln gemeinsam auf und schreibt sie auf, dann sind sie eine Abmachung statt einer Strafe. Bewährt haben sich feste Zeiten (z. B. bildschirmfreie Mahlzeiten, keine Geräte nachts im Schlafzimmer) und die eingebauten Funktionen: bei Apple die Bildschirmzeit, bei Android Family Link.
Mehr dazu:BildschirmzeitKindersicherung / JugendschutzfilterBildschirmzeit ohne Streit
Welcher Messenger ist für mein Kind geeignet?
Empfehlenswert ist ein datensparsamer, Ende-zu-Ende-verschlüsselter Messenger wie Signal. Richte das Konto gemeinsam mit dem Kind ein, achte auf das Mindestalter und stellt Profilbild, Nummer und Status sparsam ein.
Mehr dazu:Ende-zu-Ende-VerschlüsselungKlassenchat & Messenger für KinderSichere Messenger — worauf es ankommt
Im Klassenchat wird mein Kind gemobbt — was tun?
Nicht wegsehen. Beweise sichern (Screenshots), das Gespräch mit Schule und Eltern suchen und die Person bei Bedarf blockieren und melden. Wichtig ist, dass das Kind weiß: Es kann sich jederzeit Hilfe holen.
Mehr dazu:Klassenchat & Messenger für Kinder
Was ist eine Kindersicherung — und ist das Überwachung?
Eine Kindersicherung legt altersgerechte Grenzen fest: Kauf-Sperren, Inhaltsfilter und Zeitregeln (bei Android Family Link, bei Apple die Bildschirmzeit). Das ist Schutz, keine heimliche Überwachung — am besten richtet ihr sie gemeinsam mit dem Kind ein und sprecht darüber.
Mehr dazu:Kindersicherung / JugendschutzfilterBildschirmzeitDNS & DNS-FilterKinder & Smartphone — Schutz ohne Überwachung
Falschmeldungen & KI
Kann man KI-Bilder immer erkennen?
Nein — und wer etwas anderes verspricht, erzeugt eine falsche Sicherheit. Anzeichen wie seltsame Hände, unlesbare Schrift im Bild oder unpassende Schatten helfen manchmal, fehlen bei guten Fälschungen aber völlig. Verlässlicher ist die Herkunft: Rückwärts-Bildersuche machen, schauen, wer es zuerst veröffentlicht hat, und ob seriöse Redaktionen darüber berichten.
Mehr dazu:KI-generiert (synthetische Medien)DeepfakeRückwärts-BildersucheKI-generierte Bilder und Videos erkennen
Was ist ein Deepfake?
Ein Bild, Video oder Tondokument, das eine KI täuschend echt erzeugt hat — zum Beispiel ein Gesicht in einem Video oder eine nachgebildete Stimme. Für gute Deepfakes genügt öffentlich verfügbares Material von wenigen Minuten. Sie werden für Betrug, Erpressung und gezielte Falschmeldungen eingesetzt und lassen sich am Aussehen allein nicht mehr zuverlässig erkennen.
Mehr dazu:DeepfakeStimmklonen (Voice Cloning)KI-generiert (synthetische Medien)KI-generierte Bilder und Videos erkennenKI-Stimmen und Betrugsanrufe (Enkeltrick 2.0)
Gibt es kostenlose Tools zur KI-Erkennung?
Es gibt Webseiten, die das versprechen, aber sie sind unzuverlässig: Sie halten echte Fotos und Texte für KI und übersehen gute Fälschungen. Als Beweis taugt so ein Ergebnis nicht, als Vorwurf gegen eine Person erst recht nicht. Das nützlichste kostenlose Werkzeug ist stattdessen die Rückwärts-Bildersuche (Google Lens, Google 'Über dieses Bild', TinEye, Bing) — sie zeigt, wo ein Bild vorher schon aufgetaucht ist.
Mehr dazu:Rückwärts-BildersucheContent Credentials (C2PA)KI-generierte Bilder und Videos erkennenKI-generierte Texte erkennen
Was mache ich, wenn ich einen KI-Betrugsanruf bekomme?
Auflegen und selbst zurückrufen — unter der Nummer, die du gespeichert hast, nie unter einer, die dir am Telefon genannt wird. Übergib niemals Bargeld, Gold oder Wertsachen an eine unbekannte Person; keine echte Behörde verlangt das. Zeitdruck und das Verbot, mit anderen zu sprechen, sind die klarsten Warnsignale.
Mehr dazu:Stimmklonen (Voice Cloning)Phishing (und Fake-SMS)KI-Stimmen und Betrugsanrufe (Enkeltrick 2.0)
Wie schützen wir ältere Angehörige vor dem Enkeltrick mit KI-Stimmen?
Vereinbart ein Codewort, das nur die Familie kennt und das nirgends aufgeschrieben oder verschickt wird — wer in einer Notlage anruft, muss es nennen können. Das kostet nichts und hebelt die ganze Masche aus. Genauso wichtig: vorher darüber sprechen. Wer die Masche kennt, fällt viel seltener darauf herein.
Mehr dazu:Stimmklonen (Voice Cloning)DeepfakeKI-Stimmen und Betrugsanrufe (Enkeltrick 2.0)
Wie erkenne ich eine Falschmeldung?
Mit fünf kurzen Fragen: Wer sagt das (Impressum, Autor)? Wann war das (Datum)? Woher stammt es (überprüfbare Quelle oder nur 'ein Insider')? Wie klingt es (Empörung und Großbuchstaben sollen dein Nachdenken abkürzen)? Und was will es (verkaufen, aufhetzen oder informieren)? Sehr häufig ist die Meldung nicht erfunden, sondern schlicht alt und wird ohne Datum neu geteilt.
Mehr dazu:Desinformation & Falschmeldung ('Fake News')QuellenkritikNachrichten im Internet richtig einschätzen
Was ist ein Faktencheck und wo finde ich seriöse?
Ein Faktencheck prüft eine konkrete Behauptung anhand von Belegen und legt seine Quellen offen. In Deutschland sind das unter anderem der ARD-faktenfinder auf tagesschau.de, der dpa-Faktencheck, CORRECTIV.Faktencheck und der Verein Mimikama. Dort einfach nach einem Stichwort suchen — bekannte Falschmeldungen sind meist schon geprüft.
Mehr dazu:FaktencheckQuellenkritikEine Nachricht faktenchecken — so geht es
Darf ich eine Falschmeldung teilen, wenn ich unsicher bin?
Besser nicht. Teilen ist kein neutraler Vorgang: Es vergrößert die Reichweite einer Behauptung, auch wenn du 'Stimmt das?' dazuschreibst — viele lesen nur die Meldung, nicht deinen Kommentar. Prüfe lieber erst (Quelle suchen, Datum prüfen, Bild rückwärts suchen) oder lass es ganz.
Mehr dazu:Desinformation & Falschmeldung ('Fake News')FaktencheckNachrichten im Internet richtig einschätzenEine Nachricht faktenchecken — so geht es
Was tue ich, wenn ich selbst etwas Falsches geteilt habe?
Das passiert jedem — wichtig ist nur, es nicht stehenzulassen. Lösche den Beitrag oder, noch besser, stelle im selben Kanal kurz richtig, damit auch die Leute die Korrektur sehen, die das Original gesehen haben. Ein Satz genügt. Wer offen korrigiert, verliert nichts an Glaubwürdigkeit.
Mehr dazu:FaktencheckDesinformation & Falschmeldung ('Fake News')Eine Nachricht faktenchecken — so geht es
Woran erkenne ich einen Bot oder ein Fake-Profil?
Typisch sind: sehr junges Konto mit sehr vielen Beiträgen, kaum eigene Inhalte, dutzende Beiträge am Tag rund um die Uhr, ein Nutzername mit angehängter Zahlenkette und immer dieselben Formulierungen. Ein schneller Test ist die Rückwärts-Bildersuche mit dem Profilbild — oft ist es ein Stockfoto oder von jemand anderem geklaut. Nicht diskutieren, sondern melden und blockieren.
Mehr dazu:Bot & Fake-AccountRückwärts-BildersucheFilterblase & EchokammerBots und Fake-Accounts erkennen
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