Digitaler Nachlass — vorsorgen für den Ernstfall
Konten, Fotos und Abos verschwinden nicht von selbst. Mit etwas Vorsorge ersparst du deinen Angehörigen viel Mühe.
Wenn ein Mensch stirbt oder schwer erkrankt, bleiben seine digitalen Spuren: E-Mail-Postfächer, soziale Konten, Cloud-Speicher, laufende Abos und Verträge. Ohne Vorsorge stehen Angehörige vor verschlossenen Türen — und zahlen womöglich monatelang für Dienste weiter.
Mit ein paar Schritten regelst du das selbstbestimmt, statt es dem Zufall zu überlassen.
Vorsorgen — die Schritte
- Eine Vertrauensperson benennen, die sich im Ernstfall kümmern soll.
- Eine Vollmacht aufsetzen, die ausdrücklich auch digitale Konten umfasst (über den Tod hinaus gültig).
- Die Zugänge in einer Notfallmappe hinterlegen — nicht offen im Internet.
- Notieren, was geschehen soll: Welche Konten löschen, welche behalten, welche Abos kündigen?
Was Angehörige tun können
Sterbeurkunde bereithalten — viele Anbieter haben dafür ein eigenes Verfahren. Konten lassen sich melden, in einen Gedenkzustand versetzen oder löschen. Laufende Abos und Verträge sollten zeitnah gekündigt werden. Auch hier helfen die DSGVO-Rechte (Auskunft, Löschung).
Kein Tabu
Über den digitalen Nachlass zu sprechen, ist Fürsorge — kein düsteres Thema. Wer einmal vorsorgt, nimmt seinen Angehörigen im schwersten Moment eine echte Last ab.
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