Eine Nachricht faktenchecken — so geht es
In wenigen Minuten selbst nachprüfen, ob etwas stimmt — ganz ohne Fachwissen.
Faktenchecken klingt nach Journalistenhandwerk, besteht aber vor allem aus zwei Dingen: die Ursprungsquelle suchen und ein Bild rückwärts suchen. Beides kann jeder, beides ist kostenlos.
Schritt für Schritt
- 1. Behauptung herausschälen: Was genau wird eigentlich behauptet? Meist ist es ein einziger Satz.
- 2. Suchmaschine mit eigenen Worten fragen — nicht die Überschrift kopieren, sondern nüchtern formulieren, zum Beispiel 'Stromsteuer 2026 Erhöhung'. Wer die Reizwörter der Meldung übernimmt, findet meist nur Seiten, die dasselbe behaupten.
- 3. Nach der Ursprungsquelle suchen: Wer hat es zuerst berichtet? Steht es auch bei einer etablierten Redaktion, einer Behörde oder im Original-Dokument?
- 4. Bilder rückwärts suchen: Bild bei Google Bilder, Google Lens, TinEye oder Bing hochladen und schauen, wo es vorher schon auftauchte.
- 5. Bei Faktencheck-Seiten nachschlagen: Bekannte Falschmeldungen sind dort oft schon geprüft — ein Suchfeld genügt.
- 6. Datum prüfen — bei der Meldung und bei den Belegen, die du findest.
Etablierte Faktencheck-Angebote in Deutschland
Diese Angebote arbeiten transparent, nennen ihre Quellen und korrigieren eigene Fehler öffentlich. Du kannst dort einfach nach einem Stichwort suchen:
- ARD-faktenfinder auf tagesschau.de — Faktenchecks der öffentlich-rechtlichen Nachrichtenredaktion.
- dpa-Faktencheck — der Dienst der Deutschen Presse-Agentur, frei lesbar.
- CORRECTIV.Faktencheck — gemeinnütziges Recherchezentrum.
- Mimikama — ein österreichischer Verein, der seit Jahren vor allem Kettenbriefe, Betrugsmaschen und virale Bilder aufklärt.
- Ergänzend: die Verbraucherzentralen (bei Betrugsmaschen) und das BSI (bei IT-Sicherheitswarnungen).
Woran du einen guten Faktencheck erkennst
- Er nennt die geprüfte Behauptung wörtlich und verlinkt seine Belege.
- Er sagt auch, was unklar bleibt, statt alles in wahr oder falsch zu pressen.
- Er hat ein Impressum und nennt die Autorin oder den Autor.
- Er korrigiert sich sichtbar, wenn ihm selbst ein Fehler unterlaufen ist.
Wenn du selbst etwas Falsches geteilt hast
Das passiert jedem, und es ist kein Drama. Wichtig ist nur, es nicht stehenzulassen: Beitrag löschen oder — noch besser — im selben Kanal kurz richtigstellen, damit die Menschen, die es gesehen haben, auch die Korrektur sehen. Ein Satz genügt: 'Das war eine Falschmeldung, hier die Richtigstellung.'
Wer offen korrigiert, verliert nichts an Glaubwürdigkeit — im Gegenteil.
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- Nachrichten im Internet richtig einschätzen
- KI-generierte Bilder und Videos erkennen
- Bots und Fake-Accounts erkennen
Allgemeine Aufklärung, keine Rechts- oder Sicherheitsgarantie. Du willst Hilfe vor Ort? Anfrage stellen.