Nachrichten im Internet richtig einschätzen
Fünf einfache Fragen, mit denen du die meisten Falschmeldungen erkennst.
Im Netz steht alles nebeneinander: die sorgfältig geprüfte Meldung, der Meinungsbeitrag, die Werbung und die glatte Erfindung — alle im gleichen Format, alle gleich schnell weitergeleitet.
Du brauchst kein Fachwissen, um das meiste zu sortieren. Fünf Fragen genügen, und sie dauern zusammen weniger als eine Minute.
Die fünf Fragen
- Wer sagt das? Gibt es ein Impressum mit Anschrift und verantwortlicher Person? Ein Name, den du nachschlagen kannst?
- Wann war das? Steht ein Datum dabei — und ist es das Datum des Ereignisses oder nur des Beitrags?
- Woher stammt es? Wird eine überprüfbare Quelle genannt oder nur 'ein Insider', 'Studien zeigen', 'ein Arzt berichtet'?
- Wie klingt es? Empörung, Großbuchstaben und Reizwörter sollen dein Nachdenken abkürzen.
- Was will es? Verkaufen, Spenden sammeln, Klicks holen, aufhetzen — oder tatsächlich informieren?
Typische Warnsignale
- Formulierungen wie 'Das verschweigen dir die Medien' oder 'Teile das, bevor es gelöscht wird'.
- Kein Datum, kein Autor, kein Impressum — oder ein Impressum ohne ladungsfähige Anschrift.
- Nur ein Bildschirmfoto statt eines Links zur Originalquelle. Bildschirmfotos lassen sich mühelos verändern.
- Die Überschrift verspricht etwas, das im Text gar nicht steht.
- Sehr viele aufdringliche Werbeanzeigen um den Artikel herum.
- Ein einzelnes spektakuläres Ereignis, über das sonst keine Redaktion berichtet.
Alte Nachricht, neu verkauft
Eine der häufigsten Formen von Falschinformation ist gar nicht erfunden: Es ist eine echte Meldung von vor fünf Jahren, die ohne Datum erneut geteilt wird und dadurch einen völlig anderen Eindruck erzeugt. Ein Blick auf das Datum und eine kurze Suche nach der Überschrift klären das sofort.
Dasselbe gilt für Fotos: Das Bild ist echt, zeigt aber ein anderes Ereignis, ein anderes Land oder ein anderes Jahr.
Im Zweifel: nicht weiterleiten
Weiterleiten ist kein neutraler Vorgang — es macht eine Behauptung größer, auch wenn du 'Stimmt das?' dazuschreibst. Wenn du unsicher bist, prüfe zuerst oder lass es. Wie das Prüfen konkret geht, steht im Artikel zum Faktencheck.
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- Eine Nachricht faktenchecken — so geht es
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- KI-generierte Bilder und Videos erkennen
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